Traktor – Sequence The Sequence
Großreinemachen à la Traktor: Auf ihrem unlängst erschienenen zweiten Album “Sequence The Sequence” satteln die Schweden die Zugmaschine, um wie eine Dampfwalze über uns hinwegzuwehen. Ließ ihr im Januar 2006 erschienenes Debüt “Lights” erstmals aufhorchen, sind Traktor anno 2008 auf der nächsten Stufe angelangt. “Sequence The Sequence” heißt das zweite Album des Quartetts aus dem schwedischen Eskilstuna, auf dem ganz im Stile von Breach, frühen JR Ewing oder auch Refused kein Stein auf dem anderen gelassen wird. Schrammelige Riffs werden in Stakkato-Manier gewetzt wie scharfe Messer und paaren sich mit vertrackten Rhythmen und abrupten Tempowechseln zu einer mitreißenden Mixtur. Gefangene werden damit nicht gemacht, doch Traktor empfehlen sich nicht nur als brachiales Abrissunternehmen der gnadenlosen Art, sondern garnieren ihre pulsbeschleunigenden Songs bisweilen mit Synthieflächen, bremsen den heftigen Reigen mit ruhigen, melancholischen Zwischenstücken aus und trauen sich auch ein siebenminütiges Instrumentalstück zu. Eine kleine Meisterleistung progressiven Hardcores. (Patrick Agis-Garcin, visions.de )
Refused are fucking dead und JR Ewing haben sich aufgelöst. Dennoch sind partiell beide Bands bei Traktor vorhanden. Natürlich kommt die Band auch aus Skandinavien, aus Schweden um genauer zu sein und es braucht auch keiner weiteren Erwähnung, dass die oben genannten Bands eine große Rolle beim Thema “Einflüsse” spielen. Eigentlich sollten “Traktor” auch in Zentraleuropa bekannt sein, da sich die Band schon im Jahr 2002 gegründet und mit diversen Touren auf sich aufmerksam gemacht hat. Auf ihrem dritten Album “Sequence the sequence” schrammelt und schreit die Band, was das Zeug hält. Wieder mal reicht der erste Song aus, um eine Band zu beschreiben. “Lesson for Crimes” beginnt mit einer eingehenden Melodie, die sich auf vier Akkorde beschränkt. Kleiner Break und der Gesang mit einem dicken Plus an Geschrei setzt ein. Und hier spielt der erste von den oben genannten Einflüssen eine Rolle. Dann geht es los: Der Sound wird hektischer und fängt an zu “frickeln”. Egal, ob Math oder nicht, Traktor führen das aus, was bei JR Ewing in einigen Songs (Change Is Nothing – Everything Is) zu erahnen war. Immer wieder kommt es zu kleinen Breaks, welche die Melodien stoppen. Mit kurzen und ruhigen Passagen, befreien “Traktor” den Hörer für einen kurzen Moment und gaukeln ihm eine Welt voller Harmonie vor. Diese wird in den nächsten Sekunden vom Einsetzen der zweiten Gitarre und dem sich steigernden Sound zerstört – Ende. Diese Art von Musik dominiert auf “Sequence the sequence”. Jedoch geben sich “Traktor” milde und zwei der elf Tracks sind ruhige, progressive, instrumentale Songs, in denen sich der Hörer fangen und von der Hektik ausruhen kann, bevor es in eine neue Runde geht. Der Norden Europas hat durch seinen eigenen Sound schon öfter von sich reden gemacht. Traktor leisten mit „Sequence the sequence” einen positiven Beitrag. (Lyord, whiskey-soda.de )
Heute mal eine Band, die sich freiwillig nach einer Zugmaschine aus dem Agrarbereich benannt hat… Ladies & Gentlemen, Shitletter proudly presents: “Traktor”!!! Wer hier nach “Redneck”-Attitüden und Banjo spielenden Hinterweltlern sucht wird leider brutalst enttäuscht, denn diese Schweden knallen einem schon mit den ersten 10 Sekunden eine von Schlagzeug und Bass getriebene Walze aus schmetternden Riffs entgegen. Stimmlich gehts zu wie in einem Zirkus. Eine Mischung aus Gangvocals und einem Zwischending aus kehligen Shouts und heiseren Screams schmiegt sich an eine verworrene (teilweise schon) dissonante Gitarrenmelodieen, die sich irgendwo zwischen absoluter Meisterleistung und chronischem Klangchaos anzusiedeln sind. Dabei sind sich die Jungs ihres Könnens so sicher, dass in manchen Songs einfach mal mittendrin die Rhytmik komplett über den Haufen geworfen wird und man die “Schema F Keule” getrost im Schrank stehen lassen kann. Die elektronischen Parts in und zwischen den Songs bieten eine gut plazierte Abwechslung vom harten Riff-geballer. So viele ideen werden hier verbraten, dass manche Bands ganze Alben aus einem Song schreiben würden. Das Geile ist, die Scheibe verliert für keine Sekunde ihre Intensität. Selbst das 7 1/2 Minuten Epos “Overtyr”, der in bester Indiemanier mit halb angezerrten Delay-Gitarren beginnt, zieht sich wieder aus der Schlinge. Hier wird die Rhytmik stellenweise so anstrengend, dass man als Zuhörer manchmal den Überblick verliert, wo man sich gerade im Song befindet. Nicht mein “Held” der Scheibe (das ist ”Random Close Ups”) aber auf jeden Fall extrem hörenswert und wahrlich beeindruckend. Artworktechnisch siehts dann leider weniger (bis gar nicht) beeindruckend aus… will heißen, man bekommt immer weniger vom eigentlichen Werk zu sehen als “Reviewer” und dabei ist ein Booklet und eine stimmige Covergestaltung doch soooooo wichtig. Naja, was solls… Ich werd’s mit dem probieren was ich habe. Das Cover besteht aus einem Oberkörper, der halb im Bild steht und vor einer Wand fotografiert wurde. Soviel dazu… mehr ist leider nicht rauszuholen. Ist halt einfach nicht mehr da. Anspieltipps: “Random Close Ups” /// “Ouvertyr” /// “Unknown Ceilings” Fazit: Lange nicht so eine kurzweilige Platte gehört… Weitermachen! (punkrocknews.wordpress.com )
Traktor sind aus Schweden, Eskilstuna, um genau zu sein. Und dass sie aus Schweden sind, dass lassen sie uns musikalisch deutlich wissen. Hier treffen seit 2002 nur leicht verzerrte, fast schon The Hives- artig klingende Gitarren auf Refused- Licks und noisige Parts a la Botch. In seinen rockigen Momenten erinnert die Band auch gerne mal an indie-lastigen Screamo, wie man ihn von den deutschen Kurhaus hören konnte oder die skandinavische Krachkombo JR Ewing. Dieser Mixtur treu bleibend, servieren uns Traktor anno 2008 ein neues Full Length mit 11 Songs, die meist im Midtempo nach vorne stampfen aber hin und wieder auch mit sphärischen, langsamen Teilen aufwarten. Der Einstieg erfolgt mit “Lesson For Crimes” rockig, und wenn nicht die geschrieenen Vocals wären, könnte man an manchen Stellen fast meinen, man habe es mit einer Indie- Band zu tun. “The Giving” hingegen atmet Noise, jegliche Form einer Harmonie sucht man hier vergebens. In den darauffolgenden Tracks “Random Close Ups” und “The Fix” schwingt man dann endgültig die Refused- Gedächtnis- Keule. Diese Elemente finden sich auch meist in den restlichen Songs wieder, mit Ausnahme des Instrumentals “Ouvertyr”, das mit seinen hypnotischen cleanen Gitarren und dem schleppenden Beat an die langsameren Parts der legendären “We Are The Romans” von Botch erinnert und auch ohne Gesang vollends zu begeistern weiß. Was schlussendlich bleibt ist ein Post-HC-Punk-Whatever Album, das sich an den genialen Refused und JR Ewing orientiert, ohne zu einer platten Kopie zu verkommen. Dieses Album hat Feuer im Arsch, aber auch Köpfchen und genauso auch verdammt viel Atmosphäre und Stimmung. Ich kann nur hoffen, auch künftig mehr von dieser Band zu hören! (13/15 sop_yannick, dosenmusik.de )
Aus dem, doch eher für Death-Metal bekannten, Schwedenlande kommt diesmal eine Überraschung, welche sich Postcore nennt. Da mir dieses Genre gar nichts sagte, landete die Scheibe prompt im Player. Was mir hier entgegen hallte, hörte sich doch ein wenig nach einer Mischung aus Atreyu und Billy Talent an. Musikalisch dürften eingefleischte Core-Fans in jedem Fall auf ihre Kosten kommen. Sowohl die Scream- als auch die melodischen Parts überzeugen. Insbesondere mit ihrem Song “Ouvertyr”, einem reinen Instrumentalstück, zeigt die Band das sie es auch mal ruhiger angehen lassen können. Jeder Song hat seine eigene Story, seinen eigen Rhythmus, und was nicht fehlen darf, es kommt keine Langeweile auf. Dieses Album ist Beweis, was man alles mit Instrumenten und einer Stimme anstellen kann. Aggressiv, impulsiv, und zugleich gefühlvoll konnte Traktor mich überzeugen. So muss Postcore anno 2008 klingen. (6/6 impaled, pure-metal.de )
JR EWING sind tot. Lang leben JR EWING. Und wenn nicht sie, dann recken eben andere die Fahne des dreckverkrusteten Rotz-Rock empor. Prädestiniert haben sich TRAKTOR, die neben jenem (Post-)Rock auch den modernen Hardcore zu schätzen wissen. Ihren Anteil daran hat die Stimme von Sänger Fredrik, die der des Kollegen Denis Lyxzén zu dessen REFUSED-Zeiten nicht unähnlich erscheint. Die Referenzen schicken Vorschusslorbeeren, die dieser Combo zu keiner Zeit die Eigenständigkeit verhageln. „Sequence the Sequence”, ihre zweite Scheibe, verpasst sich selbst keine Zügel. Wenn es passt, dann wird eben kurzerhand das Tempo verschleppt. Die Instrumente verfallen dabei nicht selten in scheinbar unstrukturiertes Gegeneinander. Doch gerade dort liegt die Stärke von TRAKTOR. Aus der angedeuteten Disharmonie speist sich eine Begeisterungsfähigkeit, die trotz einkehrender Vertrautheit im kalkulierten Chaos auch auf lange Sicht ihre Spannung erhält. Wenn es denn mal ruhiger zugeht, so wie beim instrumentalen Brocken „Ouvertyr”, wird dennoch nicht auf die Unbefangenheit und den Hang zum Experiment verzichtet. Hochkomplex ist die Platte nicht gestaffelt. Doch gestaltet sie sich immer noch kopflastig und verschroben genug, um die Exzentrik nicht erkalten zu lassen. Sicher kein Meisterwerk, aber doch ein anhaltender tritt in den Arsch. (7/10 thomas, handlemedown.de )
“Lights”, die letzte Scheibe der schwedischen Band Traktor, ist vor zwei Jahren noch über das deutsche My Favourite Toy erschienen. Den neuen Longplayer „Sequence The Sequence” schickt das Quartett via I Made This (u. a. auch Quit Your Dayjob, Streetwaves, Ed Greene) aus der eigenen Heimat ins Rennen. Inwieweit es durch den Labelwechsel einen substanziellen Zugewinn im europäischen Vertrieb geben wird, bleibt abzuwarten, doch immerhin ist die Promotion der Platte schon einmal auf eine breitere Basis gestellt. In Schweden selbst dürften sich der Band ob der Marktnähe des neuen Kooperationspartners bessere Möglichkeiten bieten, insofern ist der Schritt nachzuvollziehen. Für Ende April stehen zudem Support-Gigs für Mitteleuropa und Deutschland kurz nach der Veröffentlichung des Elf-Trackers an, so dass Traktor im Underground neuerlich für Furore sorgen dürften. „Sequence The Sequence” bietet dafür eine gute Basis, denn der Vierer setzt neuerlich auf die erprobten Trademarks und Stärken: Schön komplexe und intensiv dichte Stücke bestimmen das Geschehen. Die Schweden spielen unablässig mit Rhythmen und Stilelementen unterschiedlicher Gitarren-dominierter Spielarten und fordern dabei sowohl sich selbst als auch die Hörer ordentlich heraus. Die Musiker zimmern ein ums andere Mal brachiale Soundwände, die sie wütend und temporeich alsbald niederreißen, um in der Folge chaotisch und anspruchsvoll zu frickeln. Traktor stellen sich in die Tradition skandinavischer PostCore-Kapellen wie Breach, Burst, Children Of Fall, Lack oder Refused (von der Attitüde her) und klingen nicht minder inspiriert. Glücklicherweise lässt die Band verträgliche Momente und ein letztlich nachvollziehbares Songwriting nicht außen vor, so dass sich die Tracks von „Sequence The Sequence” am Ende immer auflösen. (8,5/10 arne, music-scan.de )
Irgendwo zwischen Hardcore, Screamo, Emo und Rock bewegen sich Traktor. Man stelle sich The Hives vor, die sich auf einmal gedacht haben, dass ihre Musik ja auch etwas vertrackter sein könne und diese Idee dann direkt mal umgesetzt haben. Was wohl dabei herausgekommen wäre, wenn die Jungs wirklich diesen Schritt getan hätten, das kann man auf dem neuen Traktor-Album “Sequence The Sequence” hören. Elf Songs, die alle auf ihre eigene Art eingängig und fesselnd, doch zugleich auch vertrackt genug sind, um den Hörer auf Distanz zu halten und somit dafür sorgen, dass man nicht auf Grund blinder Verliebtheit seine Sinne abschaltet, sondern immer aufmerksam und gespannt den dargebotenen Klängen lauscht. Man partizipiert aktiv beim Hören und es will schon etwas heißen, wenn eine Band es schafft den Hörer wirklich einzubinden. So, genug des Lobes. Es ist nämlich nicht alles Gold was glänzt und je länger man dieses Album hört, umso mehr wird genau das einem bewusst. Traktor zocken hier vierzig Minuten lang ihren Sound runter und obwohl man die ganze Zeit andächtig zuhört – nein, vielmehr gerade weil man andächtig zuhört kann man wiederkehrende Strukturen erkennen und man merkt, dass dieses Album an sich nicht so abwechslungsreich ist, wie man vielleicht zuerst gedacht hat. Allerdings sollte man den Mannen aus Schweden nicht unterstellen,dass ihre Musik nicht gefallen würde, denn das tut sie. Doch irgendwas lässt nicht zu, dass sie weiter zu einem durchdringt, als bis zum Punkt “Och das hört sich ja nicht schlecht an”. Es könnte allerdings durchaus an den sich sehr ähnelnden Melodien liegen, die des öfteren wiederkehren und somit suggerieren, dass hier alles ziemlich gleich ist. “Sequence The Sequence” fängt schön und spritzig an, verebbt dann allerdings im Laufe des Geschehens und gegen Schluss ist nicht mehr sehr viel der anfänglichen Euphorie übrig. Hier wäre mit Sicherheit mehr möglich gewesen. (6/10 johannes, hardkern.de )
Vielleicht hat der ein oder andere von euch schon etwas vom schwedischen TRAKTOR mitbekommen. Keine Angst, Scarred for Life ist nicht zum neuen Ackerbau und Viehzucht-Onlinewebzine geworden. Vielmehr geht es hierbei um die skandinavische Postcore-Truppe, welche schon durch gute Veröffentlichungen und eine Tour mit THE OCEAN auf sich aufmerksam machen konnte. “Sequence The Sequence” heißt der neueste Streich, der alle Freunde von Bands wie BREACH, BLOOD BROTHERS, REFUSED, LACK oder JR EWING zufrieden grinsen lassen wird. Die Band wurde bereits 2002 gegründet, ist eifrig auf Tour und legt ihr bis dato bestes Album vor. Leute, die auf geradliniges Songwriting stehen und schnell durch Songstrukturen blicken wollen, sind hier allerdings an der falschen Adresse. Wer jedoch duellierende Instrumente und ein klein wenig Chaos in der Musik zu schätzen weiß und keine Angst vor dem Begriff “Noisecore” hat, darf nun aufhorchen. Dabei gelingt es TRAKTOR dennoch recht ordentlich, trotz allem nachvollziehbar und niemals allzu stressig zu agieren. Auch Groove und Dynamik sucht man nicht vergebens. Die elf Lieder sind vertrackt und komplex gehalten, aber eben nur so weit, wie es für den Hörer noch interessant bleibt, deren Absichten zu durchschauen und deren Verlauf zu folgen. Es gibt ein ständiges auf und ab, mal immense Soundwände, brachial und derbe herüberkommend. Im nächsten Moment wird der Schalter umgelegt und in leiseren Tönen weiter gefrickelt. In fast jedem Song gibt es harsche Einschnitte und Breaks, die dem Lauschenden eine kurze Zeit zum Verschnaufen geben, bevor er sich wieder ganz auf die laufende Melodie konzentrieren darf. Sogar zwei wirklich ruhige instrumentale Stücke gewähren eine längere Pause, wonach die wieder in Fahrt kommende Band gleich noch mal so intensiv wirkt. Der Gesang der Schweden erinnert auf “Sequence The Sequence” ab und an mal an REFUSED. Sound und Produktion sind stimmig gehalten .Einzig bleibt anzumerken, dass die erste Hälfte der Platte deutlich besser scheint als ihr Ende, was aber nicht heißen soll, dass die letzten Stücke schwach oder gar schlecht sind. Vielleicht war meine Aufmerksamkeit einfach schon zu erschöpft? Dieses dritte Album ist das bislang stärkste in der Discographie von TRAKTOR. Die Disharmonie, die schneidenden manchmal malträtierenden Riffs und das leicht chaotische Musizieren der Band sollte es jedem New-school Hardcorefan wert sein, in “Sequence The Sequence” mal hineinzuhören. 41 Minuten lang Kraftstoff für Leute, die die oben erwähnten Bands zu ihren Favoriten zählen oder mal einen tollen Einklang von Sperrigkeit und Eingängigkeit erleben wollen. (anacrusis, smalltowncriminals.de )
Alter Schwede kann ich da nur sagen, während in meinem Player die neue TRAKTOR Cd “Sequence The Sequence” rotiert. Nach dem “Lights” Album und der darauf folgenden “Vultures” EP sind die vier Herren wieder aktiv gewesen, um die nächste Postcoresalve über uns zu bringen. Das neue Album wurde über das schwedische Label “I Made This” (Quit Your Dayjob, Ed Greene) released, nachdem die früheren Werke noch über das deutsche My Favourite Toy Records Label erschienen sind. Dieser Wechsel zum etwas kleinen Stockholmer Label hat Traktor noch einmal gepusht ihren Stil aus Chaos und harmonischer Eingängigkeit zu optimieren. Der auserwählte Zuhörer wird von diesem Werk gleichfalls gefordert wie mitgerissen, denn die an vielen Stellen hörbare Sperrigkeit wie bei “Random Close Ups” oder “Drawn Knives And Bent Knees” muss man erst mal verdauen. Allzu kompliziert machen es TRAKTOR einem dann aber doch nicht, da man bei jedem Song die Grundidee nachvollziehen kann und sich nicht in zu viel Frickelei oder sinnlosem Geschrei verliert wie es bei anderen Bands in diesem Genre der Fall ist. Dadurch dass man sich eben nicht verzettelt stecken die Songs somit voller Dynamik und einem unglaublichem Groove, der in den Clubs für bestes Tanzvergnügen sorgen wird. Neben all den hektischen kurzen Songs sind die Schweden aber auch für eine 7.33 min. instrumental Nummer wie “Ouvertyr” zu haben doch anschließend geht’s wieder punktgenau temporeich weiter. Wer schon die Vorgänger Werke abgefeiert hat, wird durch “Sequence The Sequence” sicherlich begeistert sein was die Schweden wieder vollbracht haben. Im Plattenschrank findet nun neben den alten Werken von JR EWING und REFUSED auch die neue TRAKTOR ihren Platz. (allschools.de )
JR EWING sind nicht mehr, BLOOD BROTHERS sind nicht mehr, also wozu das Name-Dropping, wenn man mit TRAKTOR geeigneten Ersatz findet? Wie ein Schwein ins Uhrwerk gucken nur jene, denen weder die einen noch die anderen Bands etwas sagen. Dem sollte schleunigst Abhilfe geschaffen werden. TRAKTOR sind wie ein großer Verkehrsunfall, nur dass man hier statt abgetrennten Körperteilen, Glassplittern, Blech und Plastik eine ganze Handvoll Musikstile wiederfindet (und das Ganze auch nicht ganz so blutig stattfindet). Ungefähr wie beim Frühjahrsputz — was da mitunter alles wieder auftaucht! Ging mir erst kürzlich so, als ich meine Stativwechselplatte gesucht habe, aber das ist ‘ne andere Geschichte. TRAKTOR kommen aus Schweden, haben schon ein paar EPs und das Album “The Light” draußen und spielen eine herrlich chaotische und erfrischende Mischung aus Hardcore, Noise und Indierock. Und während Johann Lafer noch etwas Progressives beimengt und Alfred Biolek alternative Geschmacksnoten zugibt, würzt Tim Mälzer noch mit etwas Screamo nach. Vergesst die anderen Namen. Ich kannte die beiden erstgenannten jedenfalls nicht, dafür ein halbes Dutzend andere Bands, die mit ihrem abgefahrenen Sound mehr oder weniger in der gleichen Liga spielen, wie TRAKTOR. Furios sind sie, brutal und laut, und im nächsten Moment schon in der 5-Uhr-Tee-Jamsession auf der sonnenstrahlgewärmten Veranda vertieft. Man kann mit ihnen driften, mit ihnen ausrasten oder einfach nur die gute Laune und den Spass teilen, den die Band ganz offensichtlich nicht nur bei den Aufnahmen hatte. TRAKTOR klingen so authentisch wie eine Band, die die ganze Energie und das Ungestüme einer Proberaumsession auf Tape bannt — in Studioqualität, mit klarem, unverfälschten Sound. Melodisch contra atonal versus Dis-Harmonien: TRAKTOR sind genau der richtige Soundtrack für verquere Gemüter, die sowieso nie geradeaus fahren und nach dem Weg fragen. Starkes Album! (8/10, metal.de )
Ein klassischer Fall von falschem Bandnamen. Mit Traktor verbindet man zwar kräftige, aber doch eher ländlich-gemächliche Fahrzeuge. Dieser Traktor hier hätte eher ein Hybrid aus Dampfwalze und Achterbahn werden sollen. Der unter Genre gelistete Begriff Screamo ist da auch nur die halbe Wahrheit, da könnte genau so gut (Post-)Hardcore oder Noise stehen, gelogen wäre nix davon. Oft richtig eingängig, dabei doch stets experimentierfreudig und mit Mut zum disharmonischen Missklang, das fordert ordentlich, zerrt auch mal an den Nerven, serviert aber auch diverse Hits. “Random Close Ups” oder “Unknown Ceilings”, das es auf über fünf Minuten bringt. Aber auch über extreme Kurzdistanzen können die Vier locker überzeugen, “Vultures” etwa schüttelt einen über etwas mehr als zwei Minuten so richtig wild durch und hinterlässt einen dann mit selig wissendem Grinsen. “Ouvertyr” lässt sich mit über sieben Minuten deutlich mehr Zeit, schleicht sich leise an, umgarnt den Hörer lange und ausgiebig instrumental und erinnert streckenweise sogar ein bisschen an Tool. All denen, die immer noch den jüngst unerwartet verblichenen Blood Brothers oder den schon gar lang verblichenen Refused nachtrauern, kann man getrost die schwedischen Traktoristen empfehlen. (tj, helldriver-magazine.de )
Bereits 2005 veröffentlichten die schwedischen TRAKTOR ihr Debüt-Album “Lights” via My Favourite Toy und mit “Vultures” folgte 2006 eine EP via Cut And Paste. Jetzt legen die Schweden mit “Sequence The Sequence” ein weiteres Release in unsere Plattenläden – und das hat es ordentlich in sich. Hier werden Indierock-Parts mit Screamo-Einlagen und ganz viel Posthardcore gepaart. Der Vergleich mit REFUSED zu ihrer besten “The Shape Of Punk To Come”-Phase liegt nicht nur wegen der Ähnlichkeit des TRAKTOR-Sängers mit Dennis Lyxzen auf der Hand. Auch die Experimentierfreudigkeit und die plötzlichen Tempowechsel haben beide Bands gemeinsam. Hier und da zeigen sich auch Einflüsse der BLOOD BROTHERS, nämlich genau dann, wenn die Gitarren in ein schreiendes Inferno aus Disharmonien, die aber gut ins Gesamtbild passen, überschwenken. Wer Bands wie REFUSED, BLOOD BROTHERS oder J.R. EWING seit ihrer Auflösung vermisst, hat hier sein neues Baby gefunden. Noisy, disharmonisch, experimentierfreudig – und dabei zu jeder Sekunde eingängig. Hier zeigt sich Posthardcore von seiner besten Seite. (Timo, in-your-face.de )
Ja, Postcore. Aber das sind doch alles Söhne vom REFUSED-Revoluzzer. In der Tat, die Stimme ist schon recht ähnlich. Und da fiel schon das böse Wort – die Referenz schlechthin. Aber da die ja schon eine Legende ist, warum nicht nennen? Tut ja nicht weh. TRAKTOR aber sind trotzdem anders. Vor allem angenehm hektisch und doch schmeichelnd – als wenn man in einem dicken Baum sitzt, angeseilt ist, und unten schüttelt einer. Da zeig ich doch den Finger, den dicken! Im Alltag wird man so oft angerammt, verbal wie technisch, den Soundtrack zum inneren Fluch danach liefert der junge – na, woher denn sonst – schwedische Vierer. Aber sich nur auf Lyxzen und Konsorten zu berufen, ist einfach ungerecht und unpassend. Es waren auch mal FIRESIDE richtig gut, gingen nicht in virtuosen Spielereien verloren oder sackten in das zeitnahe Mittelmaß hinab. Nein, die waren mal gut. Auf Schüttelfrisur-Augenhöhe auch ist TRAKTOR richtig ein Erlebnis. Die Instrumente schrummeln exquisit postmodern und erfrischend, verbreiten eine Kniezuck-Atmosphäre. Trotzdem kann man gespannt zuhören. Richtige Erwachsenen-Ärgermucke. Der Typ schreit, disharmonisch vereinen sich die punkigen Riffrollwellen zu einem befriedigenden revolutionären Appeal. Laut hören und leise lächeln. Noch einmal: Das ist schön energetisch-angepisst angesetzter schwedischer Straight-Edge-Hardcore gepaart mit wavigen Elementen und moderner Teilung zwischen Zwei-Minuten-Rockern und ausgebufften postrockigen Längerstücken. Gefällt ausnehmend. (Matthias Harz, powermetal.de )
Unter einem Traktor versteht man für gewöhnlich ein in der Landwirtschaft verwendetes Gerät oder eine Zugmaschine beim fahrenden Volk. Mit der eher gemächlichen Geschwindigkeit eines Hanomag haben die schwedischen TRAKTORen allerdings nichts gemein. Seit drei Jahren outputmäßig in Erscheinung tretend, hat das skandinavische Quartett nach einem Album (”Lights”; 2005) und der EP “Vultures” (2006) jetzt mit “Sequence The Sequence” den Longplayer numero zwo am Start. Innerhalb ihrer Szene gelten TRAKTOR als einer der heißesten Acts Europas. Touren mit den Genre-Kollegen THE OCEAN oder THE LOCUST haben die Band einem breiteren Publikum als energisches, kraftvolles und vor allem lautes Kraftpaket empfohlen. Noisecore, Indierock, Screamo, Post-Hardcore, Postcore-Granate – die Anzahl an möglichen Schubladen deutet schon auf die Vielfältigkeit ihrer Musik hin. Musikalisch top, dürften eher gemäßigte Rockmusikhörer ihre Probleme mit den Vocals bekommen. Anhänger der von TRAKTOR praktizierten Musik werden wahrscheinlich ihre helle Freude daran haben, doch wer einen Funken Melodik als nötiges Accessoire braucht, dürfte mit dem vergleichsweise “gesungenem” Drawn Knives And Bent Knees noch am besten bedient sein. Die gelungenen Tempowechsel, Eingängigkeit und gleichzeitige Sperrigkeit innerhalb ihrer Songs machen TRAKTOR trotzdem auch für Hörer interessant, welche die Bereitschaft dazu mitbringen, über den berühmten Tellerrand hinauszuschauen. Unknown Ceilings enthält so viele kleine Details und auch der Groover The Fix oder das überlange Ouvertyr mit seinen häufigen musikalischen Überraschungen (u.a. effektvoll eingesetzte Synthies) bieten genügend Anspieltipps. Fazit: Versuch macht klug !!!! (Jürgen Ruland, hooked-on-music.de )
Schwer zu beschreiben, was die Schweden Traktor auf ihrem neuen Album vor sich hin praktizieren. Stressercore triffts wohl so ziemlich auf den Kopf. Es nervt und ist anstrengend, disharmonisch und laut! Das Promoblättle labert was von Postcore – ich mag ja diese Schubladen, die so gar nichts aussagen, man aber problemlos alles mögliche drin unterbringen kann. Man stelle sich eine Mischung aus Hardcoreeinflüssen, Alternative, Grunge, Geschrei, hysterischem Rumgeschraddel und Indiegeschrammel vor. In etwa die Schnittmenge daraus ist “Sequence the Sequence”. Irgendwie gehts einem tierisch auf den Sack, wenn man mental nicht gerade ganz entspannt ist. Zwischendrin kommen auch mal zugänglichere Passagen vor, aber keine Angst, die Entspannung dauert nicht lange an … . “The fix” wäre ganz erträglich, aber irgendwie kommts mir vor, wie wenn die 4 Smörebröds dauerhaft auf Speed, Aufputschern und aggressionssteigernden Mitteln wären. Komisches Album, für leicht chaoslastige Zeitgenossen, mit Neigung zu hyperaktiven Anfällen wahrscheinlich genau das richtige. Mir isses zu stressig, vielleicht mal wann anders … (6/10 Christian Nitschke, pandaimonix.de )
Ein Überraschungserfolg auf den Buchbestsellerlisten der vergangenen Monate hiess: “Eine kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch”. Den passenden Soundtrack zur möglicherweise baldigst erfolgenden Verfilmung könnten diese Jungs abliefern. Auch sie haben eine Vorliebe für schwere Arbeitsgeräte und Skurrilitäten; nur kommen sie aus Schweden. Einige EPs hats bisher gegeben. Jetzt schlägt man voll zu und schafft einige Verwirrung. Was auf den ersten Blick nach Brachialcore in neuerer oder älterer Version aussieht, entpuppt sich in Wahrheit als ein liebliches Durcheinander aus Hardcore Shouting, entspanntem Indie, Postpunk und wirrem Screamo. Ein kurioser Sound, der in den ersten Momenten durchschüttelt, weil er vom üblichen Schema ziemlich abweicht. Jr. Ewing sollen Artsverwandte sein. Selbige Band durfte ich zwar mal live erleben, hat sich aber nicht in meinem Kleinhirn ein Plätzchen suchen können. Da beeindrucken mich Traktor doch schon ein wenig mehr. Da gibts auf “Sequence the Sequence” nämlich auch entspannte Phasen mit Jam-Charakter, die mir gut gefallen, obwohl es zuweilen arg schräg und dissonant daherwirbelt. Die Gitarrenfraktion ist Fluch und Segen zugleich. Grossartig, wie hier ungewönliche, aber betörende, fiepige Sounds gegen das Gebrüll durchdringen und sich heftig wehren. Teilweise ist es mir aber etwas zu arg schrammelig, da ist die Toleranzgrenze dann etwas überschritten. Mit Metal hat das Ganze aber sowieso nichts gemein. Da sollte man schon offen für Gitarrenspielereien dieser Art sein. Dennoch und gerade wegen dieser verqueren Mischung ist Traktor eine Hausnummer. Da es nicht besonders viele Bands geben wird, die derart klingen sind die Schweden auf jeden Fall eine Bereicherung. Hochgenuss zuweilen, dann wieder etwas sperrig und nervig, aber mit Charakter!! Aber unbedingt vorher abchecken, denn für Nebenwirkungen wird hier nicht gehaftet! (73% Nicolai Wanczek, evilized.de )
Sequence the Sequence ist eine Hörprobe wert. Was darüber hinaus geht, ist jedem selbst überlassen. Ich möchte trotzdem eine Empfehlung aussprechen. Alle jene, welche das frühere Chaos von LACK oder auch REFUSED ihrem Hörgenuss zuordnen und darüber hinaus eine ganz kleine Prise Punk’n’Roll vertragen möchten, können gerne genauer hinhören. Das neue Album von TRAKTOR beginnt mit einem Gitarrenpart, welcher auch von einer Band wie DEAN DIRG und Kumpanen hätte publiziert werden können. Lässt man den Song weiterlaufen, bemerkt man schnell, dass TRAKTOR herzlich wenig mit eben genannter Band zu tun hat. Der Gitarrensound verspricht mehr als üblichen Noise/Post-Hardcore und Screamo. Track 3, Random Close Ups, könnte nach dem Break, bei der 4 Minuten Yard-Linie, auch getrost in einen HOT WATER MUSIC Song übergehen. Dass die Schweden auch mit HWM nicht viel am Hut haben, wird einem aber auch relativ schnell klar. Ich sehe schon die Review-Leserschaft die Hände über den Kopf schlagen. Wie kann die bloß ein TRAKTOR-Review mit eben genannten Bands in Verbindung bringen. Tzz, ich tu es einfach. Track 7, Drawn Knives and Bent Knees, verspricht erneut eine Punk’n’rolligere Nummer. Der intensive Gesang gefällt mir hier auch besser als das Geschrei anderer Songs. Derartiger Gesang dominiert Sequencce the Sequence glücklicherweise. Posthardcore gemischt mit Indie/Postpunk und einer kleinen Prise Punk’n’Roll, abgelöst von einem schwerfälligem bis ruhigem Sound. Viele unterwartete Breaks sowie Instrumentalparts bringen das Album in Schwung oder lassen es auch mal kurz ruhen. TRAKTOR lässt keine Langeweile aufkommen. Gefällt! (8/12 Meltem, quickmatch.minus-one.de )
Diese rasante Postcore-Granate rast auf die Erde zu wie ein Stern, der vom Himmel fällt. Traktor sind ganz sicher einigen von Euch schon gut bekannt, entweder durch die Vorgänger-Alben oder durch die Tour mit The Ocean. Die Jungs kommen aus Schweden und rocken was das Zeug hält. Hier läuft den Fans von JR Ewing oder Refused unter Garantie der Speichel aus den Mundwinkeln, denn Traktor zelebrieren Posthardcore, wie man ihn sich wünscht und hätten daher auch Vertraktor heißen können. Sie servieren ihre Rockattacke im San-Diego Style und paaren die Wildheit mit einer Struktur, die sich wie ein roter Faden durch alle 11 Tracks zieht. Souverän fusionieren die vier smarten Schweden hier eine ungebändigte Vertracktheit mit einer Eingängigkeit, die tief unter die Haut geht. Wer von Euch kennt das Debütalbum “Lights”, welches Traktor 2005 über My Favorite Toy Records rausgebracht haben? Spätestens seit dieser Veröffentlichung haben sich die Schweden in die Herzen der europäischen Postcore-Liga gespielt, um dann 2006 mit einer brillianten EP namens “Vultures” aufwarten zu können. Durch etliche Touren u.a. mit The Ocean oder The Locust hat sich das Quartett zu einer gewaltigen Livemaschine entwickelt, die den europäischen Hardcorefans mächtig Feuer unterm Hintern macht. “Sequence The Sequence” wurde in Uppsala in den EAR Studios eingespielt, wo auch schon das Debüt der Band das Licht der Welt erblickt hat. Und somit ist ein herrlich schwungvolles, wunderschön lautes Posthardcore-/Screamowerk entstanden, das zwischen Hass und Melancholie einen schmalen Grat beschreitet, der durchweg imposant ist. FAZIT: Die schwedischen Jungs überzeugen hier auf voller Länger mit einer bunten Mischung aus diversen Styles, die in ihrer Gesamtheit atmosphärisch und destruktiv zugleich klingen. Es ist schon eine ganze Weile her, dass einem so eine Indiecore-Darbietung zu Ohren gekommen ist. Lohnt sich also wirklich, zugreifen! Don’t miss this one! (heartbeatmedia.de )
Mensch, heute hat sich aber halb Schweden auf meinem Schreibtisch versammelt. Nach den Punkrockern von The Dynamite und den Synthiepoppern von Jeremiha, habe ich jetzt das Vergnügen mit dem neuen Album von Traktor, welches man getrost in die Post Hardcore Schublade stecken kann. Auf “Sequence the sequence” geht es von Anfang an in bester Refused, Kurhaus und J.R. Ewing Manier zu Sache: laut, schreiend, vertrackt, etwas sperrig und noisig. Viele Breaks und Tempowechsel lassen diese Platte alle andere als eingängig daher kommen. Da ist so eine ruhige Instrumentalnummer, wie das 7:33 lange „Ouvertyr”, die reinste Erholung. Für meinen Geschmack auf Dauer viel zu anstrengend, wer für oben genannte Bands was übrig hat oder wem die Hives zu lahm sind, dem dürfte das hier gefallen. (3- Andre, crazyunited.de )
Traktoren sind gewöhnlich Viertakter, die mehr oder weniger gemächlich, gleichmäßig auf der Landstraße den Verkehr abhalten – unpassender könnte der Bandname also gar nicht sein. Denn Traktor aus Schweden frickeln sich vertrakt und hektisch durch “Sequence The Sequence”. Intensiver Post-Hardcore, der an keiner Stelle seine Dichte verliert. Raue, kehlige Vocals kratzen sich durch die Songs, die trotz mancher Längen kurzweilig bleiben – wie auch das gesamte Album. Gott ist genau so tot wie Refused, und JR Ewing sind es auch? Die neue Lack war zu melodisch? Dann soll dich irgendwer mit dem Traktor ab- oder der Teufel holen. (Jens Becker, getaddicted.org )
Anspruchsvoller Hardcore im Jahre 2008. Wer das googelt kann nicht allzu viele gute Treffer bekommen, denn nach der Screamo-Explosion ist nicht allzu viel übrig geblieben, dass wirklich wert ist zu erwähnen. Ausnahmen gibt es natürlich schon einige, aber auf eine wirklich gute Band wartet man seit geraumer Weile. Die alten Helden Refused und Snapcase sind schon lange weg, auch die „neueren” Hoffnungsträger Blood Brothers, JR Ewing und Since By Man! sind mittlerweile alle wieder aufgelöst und weg vom Fenster, und Bands wie Converge sind zwar nach wie vor aktiv, haben ihren Zenit aber schon lange überschritten und ergehen sich nicht selten in ziellosem Chaos. Ein Vakuum also, was aber zumindest zu einem gewissen Teil wieder aufgefüllt werden könnte. Von einer Band aus Schweden, nicht zum ersten Mal in der Geschichte von Hardcore, wie man ergänzen möchte. Traktor sind diese Band, die auch nicht erst seit gestern zusammen unterwegs ist und bis jetzt auch schon gute Veröffentlichungen hatte, ohne aber den letzten Kick zu liefern. Der letzte Kick ist jetzt gestartet, trifft den müde gewordenen Hintern hart und hört auf den Namen Sequence The Sequence. Grandiose Riffs, das ist die Basis, und wie sie sie aneinander folgen lassen, aufbrechen, zerstören, psychedelisch und trotzdem energetisch nach vorne gehen lassen um sie letztlich wieder zum rockigen Riff zurückzuführen, das hat schon, ich muss es sagen, große Klasse. Es ist natürlich keine leichte Platte, macht Sprünge, zersetzt sich mal in Elektronoise und dann in Akustik-Melancholie, bevor sie wieder zerbirst, aber sie ist auch nicht chaotisch als Selbstzweck. Und der Shouter ist einer der besten seit es die Landsmänner von Refused und JR Ewing nicht mehr gibt. Es passiert sehr viel hier, sehr atmosphärisch dicht dazu und immer auf den Punkt nach vorne drückend zur gleichen Zeit. Eigenständiger und progressiver Hardcore. Ein bitter nötiger Lichtblick und schon jetzt eines der Genrehighlights der letzten und nächsten Zeit. (Ulrich, purerock.de )
Kultivierter Krach! Das was die Schweden Traktor uns mit dem Album Sequence The Sequence hier kredenzen dürfte man wohl weitestgehend unter dem Trendbegriff Screamo einsortieren. Ohne viel federlesen legt das Quartett direkt los und prügelt elf, teils etwas chaotisch wirkende, Songs durch den Äther. Konsequenterweise verzichtet man grösstenteils auf Melodien, der Sänger schreit sich die Seele aus dem Leib wie ein Brüllaffe aus dem Kölner Zoo. Die ersten zwei Durchläufe von Sequence The Sequence waren gelinde gesagt Schwerstarbeit, einige Male habe ich mich dabei erwischt wie mein Finger in Richtung Eject Taste des CD-Player gewandert ist. Aber nach dem dritten Durchlauf hat man sich die unkonventionellen Songs wie zum Beispiel “Random Class Ups” oder das abgedrehte “Drawn Knives And Bent Knees” schöngehört. Wer auf kultivierten Krach der Marke JR Ewing steht, kann mal probehören. (13 Rainer Janaschke, musikansich.de )
Oh wow, entweder liegt es daran, dass ich seit über zwei Wochen krank bin, oder der Krach von TRAKTOR macht mir echt zu schaffen – wobei ich normalerweise für Krach immer zu haben bin. Auch wenn die ersten drei Sekunden an die HIVES denken lassen, wird doch sehr schnell klar, dass TRAKTOR eher anderen skandinavischen Kollegen über die Schulter geschaut haben – z.B. REFUSED oder JR EWING. Vor allem wenn man den Schrebbelsound der Gitarren bedenkt. Trotz (oder grade deswegen?) der nicht bis oben hin verzerrten Gitarren setzen die vier Schweden hier jede Menge Aggressionen frei, indem sie sich vertrackt geben und einen großen Haufen auf das Thema „Harmonie” setzen. Die beiden Gitarren sind teilweise (gewollt) arg dissonant und machen es dem Hörer wirklich nicht einfach. Da aber auch die Struktur der Songs nur selten eine Halteleine bietet, muss man als Hörer schon einiges verkraften. Und mit dieser Sperrigkeit spielen sich auch ganz gerne und versuchen es an einigen Stellen auch richtig zu toppen. Dazu passend kennt der Mann am Mikro nur den Unterschied zwischen Schreien und laut Schreien. Witzigerweise haben sie sehr oft eine gewisse Tanzbarkeit im Rhythmus, die man im ersten Moment so gar nicht erwarten würde. Schade finde ich allerdings, dass die erste Hälfte des Albums so unzugänglich geworden ist. Danach zeigen sie, dass sie auch mit der Dynamik spielen können, was mir wesentlich besser gefällt und bauen sogar instrumentale Stücke ein – die natürlich auch gerne disharmonisch werden können. Auch wenn ich grade nicht sonderlich gut mit dem „Krach” zurechtkomme, nötigt mir die Konsequenz schon Respekt ab. Jedenfalls ist das hier keine Musik zum einfachen Konsumieren. Eher für Kopfhörerabende und viel zu bewältigende Aggression. Mir persönlich fehlen allerdings noch ein paar mehr zugängliche Stellen. (6,5/10 Kai, burnyourears.de )
Irgendetwas muss in Schweden anders sein. Eigentlich kann aus einem so kleinen Land nämlich gar nicht so viel gute Musik kommen. Bester Beweis: TRAKTOR und ihre zweite Platte „Sequence The Sequence”, die keine Grenzen kennt, weder musikalisch, noch was Superlativen betrifft. Als grobes Gerüst für das Quartett dient Post-Hardcore, doch das allein ist für TRAKTORs Musikverständnis bei weitem zu wenig. Einschränkungen sind sowieso nicht die Stärke dieser Band, die in ihren Songs simplen Punk mit sperrigen Arrangements, Elektrogeblubber mit scheppernden Gitarren und fast meditative Ruhe mit heftigen Ausbrüchen verbindet. Diese Herangehensweise an Musik haben TRAKTOR definitiv mit den legendären REFUSED gemein, was aber noch lang nicht heißt, dass wir es hier mit einem weiteren Abklatsch der wohl wichtigsten schwedischen Band zu tun haben. Denn dafür haben TRAKTOR einfach zu viel Rotz, der eher an die jungen JR EWING oder die BLOOD BROTHERS auf Punkrock erinnert – und doch in jedem Moment eigenständig klingt. Wer auch nur im Ansatz etwas mit den genannten Bands und wirklich wütender undungestümer Musik anfangen kann: TRAKTOR ist seine Band. (Christian Suchard, ox-fanzine.de/fuze )
Schadensbegrenzung aus Schweden. Lust auf ein wenig Hektik? Das aufwühlende Gefühl der ständigen Unruhe? Wie wäre es dann gleich mit Chaos? Verlieren Sie gerne den Überblick und sind dann selbst mit sich im Reinen, wenn sie ihn wiedergefunden haben. Lärm ist ihrer Meinung nach Ansichtssache und Komplexität geht mit Einsamkeit einher? Dann rücken sie ein Stück näher. Wir haben da vielleicht etwas für sie. Aus Schweden der Heimat von Bands wie “Refused“ und “The Hives“. Und wo wir gerade bei den beiden Vergleichen sind – “Traktor“ scheinen beide Formationen durchaus studiert zu haben. Das Quartett aus Eskilszuna wirbelt seit 2002 durch die europäische Postcore Szene. Vertracktheit und Hysterie sind dabei stete Begleiter. Kommen wir zu ihrem aktuellen Output: “Sequence the sequence“. Die Stärken der letzten beiden Veröffentlichungen werden auf ein neues Level gehoben. Höchst anspruchsvoll – beinahe Kräfte zehrend – schreien, frickeln und lärmen sie sich über die Lauflänge. Verschnaufpausen werden nur selten in Form von kurzen Klangintermezzos eingelegt, nur um plötzlich wieder drauf los zu hetzen. Bei all den Noisecorelementen und der volatilen Verspieltheit gelingt es ihnen aber immer wieder geschickt Melodiebögen einzuspinnen, die den Songs einen roten Faden verleihen. Indie Rock, wenn man so mag. Nicht immer gleich zu erkennen, aber dafür umso spannender. Nachdem Bands wie “JR Ewing“, “Refused“ oder die “Blood Brothers“ bereits ihren Hut genommen haben, gibt es Schadensbegrenzung aus Schweden. Heftig, anstrengend und doch irgendwie auf den Punkt. (2,4 acousticshock.de )
Die schwedischen Traktor machen ihrem Namen alle Ehre. Kompromisslos brutaler Hardcore, der zwischendurch in leicht vertrackten Mathrock-Posen Anlauf nimmt, um dann wieder zuzuschlagen. Das hier ist laut und hart, aber niemals wirklich plump. (7/10, thegap.at )
Routiniert wie in die Jahre gekommene Mathematiker spielen TRAKTOR auf ihrem zweiten Album weiterhin mit Kommastellen, lassen oftmals alles Krumme stehen, frönen eher den Parabeln als den Geraden und haben nach knapp vierzig Minuten ohne Frage den Beweis erbracht, dass “Sequence The Sequence” in sich stimmig ist, auch wenn die einzelnen Passagen verworren und kompliziert anmuten. Jedes Instrument tut anscheinend, was es will, und es gehört eine Menge Imagination dazu, dies am Ende harmonisch und verträglich klingen zu lassen. Das Tempo haben die Krachfetischisten wieder etwas angezogen und so ist “Sequence The Sequence” ihr bisher genialstes Werk. JR EWING, REFUSED und sonstigen Stop-And-Go-Ikonen muss nicht länger nachgetrauert werden, denn Songs wie “The fix” zeigen, dass David, Georgios, Fredrik und Rickard allemal das Zeug haben, die Speerspitze der neuen Generation an Noise-Bands zu bilden. (7 Thomas Eberhardt, ox-fanzine.de )
Achtung Freunde des gepflegten Nu School Hardcore: falls euch das Ableben von JR EWING und BREACH nach wie vor Sorgen bereitet und das neue Album von LACK eine Spur zu poppig ausgefallen ist, solltet ihr euch schleunigst mit TRAKTOR befassen. Soweit ihr sie noch nicht kennt. Denn bei „Sequence the sequence“ handelt es ja schon um das zweite Album der vier Schweden. Auch wenn die Band selbst auf ihrer Myspace-Seite die Begriffe „Screamo“, „Indie“ und „Punk“ verwendet, kann sie sich glücklich schätzen, in keiner dieser Schubladen so richtig anwesend zu sein. Vielmehr muss ich an dieser Stelle überraschenderweise das Uncle Sally’s zitieren, das es mit „betwenn aggression and depression“ vortrefflicher nicht hätte ausdrücken können. Die vorliegenden elf Songs bestechen durch eine Menge songwriterisches Talent, das den Hörer auf eine Fahrt aus Hoffnung und Verzweiflung geleitet und nur schwer wieder loslässt. Für Frohgemüter ist „Sequence the sequence“ ganz sicher nichts, ebenso wenig für schlichte Moshcore-Fans oder Metalcore-Hörer. Denn auf posige Metal-Gitarrensoli wird glücklicherweise verzichtet, dafür basteln sich TRAKTOR sorgsam dissonante Akkorde zusammen, die nach mehrmalige Hören die reinste Freude sind. Fragt meine arme Nachbarin von unten! Ebenso geglückt ist die Zusammenstellung der Songs, die bisweilen nahtlos ineinander übergehen. Einzig und allein das Geschrei hätte man für meinen Geschmack ein wenig variieren können. So bleibt aber immer noch ein vorzüglich aggressives Album übrig, das geschickt auf unnötiges Rumgeprolle verzichtet. (8,5 blueprint-fanzine.de )
Some of you will know TRAKTOR from Sweden from some compilations or their good releases so far. Or maybe especially from the tour with THE OCEAN. Traktor are on of the best and heaviest Postcore bands from Sweden and musically on top. They combine the hectic, aggression and progression from the Postcore genre with the Punk Rock attitude, used by bands like THE REFUSED or JR EWING before. The opener LESSON FOR CRIMES is a masterpiece in modern Post Rock. Forget all the other bands you know so far. At the following THE GIVING you can feel the Rock influence of the band and the mighty song writing quality. RANDOM CLOSE UPS is one of the longest songs on S.T.S. and shows the class of those great musicians. THE FIX is a song in the REFUSED tradition and VULTURES give you some of the heaviest breaks in the genre. The song is more Rock..n..Roll and only the screamed vocals will put the band in that genre. Highlight is the 7 minute song OUVERTYR which transforms your feelings perfect. It is like a trip into the space, silent, emotional and untypical between the other heavy rockers! Outstanding! DRAWN KNIVES AND BENT KNEES was led by a simple Rock guitar, like THE HIVES use and is a mighty track again. Another highlight is UNKNOWN CEILINGS, which is a brutal track with some outstanding vocal lines and after a short break, the song turns into a sound collage who give that song a special depth. THE RETURN OF MR POINTS HIS FINGER is the song with the most potential to get a mainstream audience. It is wonderful. LEVIATHAN and the progressive, aggressive and weird THE NAVIGATOR close that great record. For me it is no big surprise, that TRAKTOR releases such a great record like SEQUENCE THE SEQUENCE. (Music: 8, Sound: 8 Jochen, daredevilrecords.de )
Japp, kära läsare, ni läste rätt. Bandet heter Traktor. Och ja, jag finner det synnerligen relevant att påpeka att detta är ett störtlöjligt namn. Att bandet dessutom kategoriserar sin musik som “Screamo/Indie/Punk” på sin MySpace, gör att jag helst vill principdissa “Sequence the Sequence”. Men så enkelt är det faktiskt inte. Så mycket “indie” vet jag inte om jag hör. Men desto mer hardcore. Gång på gång poppar band som Refused, Breach och Cult of Luna upp i skallen när jag låter skivan snurra. Tycker mig även höra spår av Neurosis och (faktiskt) Dillinger Escape Plan. Sådana jämförelser är förstås stora ord, men i fallet Traktor känns det faktiskt tämligen befogat. Liksom de band jag räknade upp för några rader sedan, krävs det en stor mängd fokuserade lyssningar innan man riktigt förstår hur bra det här verkligen är. För den som har ömma trumhinnor, känns “Sequence the Sequence” högst troligt endast som onyanserat oljud vid en första lyssning, men det är ingen ursäkt för att avfärda denna skiva. Att ge Traktors nytillkomna blott en chans är djup orättvisa. Även den som betraktar allting stökigare än The Carpenters som oljud, kan få ut något av den här skivan. Traktors styrka ligger i att de vet hur gitarrmelodier ska komponeras, och när de väl är igång med att demonstrera detta faktum, blir det för det mesta smärtsamt bra. De kan förstås ösa också, men melodierna snor det mesta av stjärnglansen. De har blandat upp detta med en del programmerade partier, och även om undertecknad brukar opponera sig emot sådana initiativ, så får jag erkänna att de ror även dessa i hamn. Låtarna är omsorgsfullt sammansatta och bjuder på fin balans mellan emotionella melodislingor och energiskt hardcoreös. Traktor vet helt enkelt vad de gör, och det de gör, det gör de bra! Skivan växer varenda gång jag låter den spinna inne i stereon, och något säger mig att jag kommer att ångra betygsfyran om en månad. Om ett halvår räcker betygsskalan förmodligen inte till. Bli därför inte förvånad om detta inte är sista gången du hör av Traktor. (4/5 sebastian zweiniger, muzic.se )
Svensk hardcore har, efter glansdagarna i mitten på nittiotalet, fört en tynande tillvaro och tagit steget ner i underjorden igen. Till mångas förtret och vissas glädje ska tilläggas. Refuseds framfart och efterföljarnas framgångar sågs inte på med blida ögon från “scenen”, ett synsätt som får ses som helt idiotiskt. Traktor bryr sig föga om detta. Med tydliga passningar till nyss nämnda band ger de ut en samling låtar på Sequence the sequence som fullkomligt sprudlar av energi, spelglädje och sväng. Där många samtida band inom genren är musikaliskt skickliga glömmer de ofta det ack så viktiga svänget. Eskilstunakvartetten glömmer inte och rör sig fritt mellan stilar såsom post-hardcore, screamo, postrock och rak indierock, vilket inte ligger dem i fatet på grund av ett genuint låtsnickrande. Fans till The Blood Brothers och norska JR Ewing kommer antagligen ta denna andra fullängdare till sina hjärtan. Själv hör jag The Locust och sorgligt bortglömda The Outstand i musiken. Att det är svensk hardcore går inte att ta miste på, här finns det omisskännligt svenska som genomsyrar stilen. Utan att vara alltför analyserande beror det mycket på en rakare approach där rockmusiken aldrig kommer i andra rummet till förmån för exempelvis texterna eller image. Traktor har även dem anammat den patenterade mixen av svårmod och aggression och gör det sannerligen med den äran. I vansinnigt ösiga Drawn knives and bent knees visar bandet upp sig från bästa sidan och levererar Drive Like Jehu-minnande tongångar vilket ska premieras. Hade alla spår legat på den nivån hade det varit full pott i betygskalan. Ouvertyr inleder med ett ljudlandskap a’la Explosions in the Sky för att längre in i låten utvecklas till något Isis kunde spelat in på Oceanic. Efter debutskivan Lights, utkom 2005, hade jag svårt att se att Traktor skulle stå ut från mängden. Jag är den första att ursäkta mig, jag hade fel. Sequence the sequence cementerar ställningen som ett av de mer intressanta svenska banden inom indierock/hardcore idag. Tillsammans med Alarma Man, The End will be Kicks och Knife & Ape är de grädden på moset. (feeds.dagensskiva.com/dagensskiva-recensioner )
Wem nach dem Genuß des Blood Brothers-Oeuvres noch nicht sämtliche Synapsen durchgebrannt sind, wer auf lärmigen Post-Hardcore mit Screamo-Einflüsse steht, der sollte sich Traktor zu Gemüte führen. Die Schweden, die mit “Sequence The Sequence” ihr zweites Album vorlegen, klingen mit ihrem Sound wie eine Mischung aus den bereits erwähnten Blood Brothers und Refused. Das bei diesen Referenzen nicht gerade Easy Listening Mucke zu erwarten ist, dürfte klar sein. Besonders die Vocals, machen dem Namen Screamo alle Ehre, und zehren doch schon arg an den Nerven. Gerade einmal das ruhig, melancholische Instrumental “Ouvertyr” lässt einen gegen Mitte des Albums etwas zu Luft kommen. Wie dem auch sei, Freunde besagter Genres sollten diesem Traktor mal unter die Haube gucken. (jens, elektrolurch.com )
„F**k You“ auf Schwedisch. Heißt in diesem Fall TRAKTOR. Im Zeichen des Mittelfingers liefert die vierköpfige Ackermaschine aus Schweden mit „Sequence The Sequence“ rotzige Riffs und punkig-funkigen Hardcore. Dabei provozieren die Mannens aus Eskiltuna geradezu den Vergleich mit Refused, Jr Ewing oder The Hives . Gut, das muss nichts Schlechtes heißen, höchstwahrscheinlich gibt es für die Band kein größeres Lob. Der Mix aus Indie-Schubidu und zornigem Screamo jedenfalls birgt eine Menge Zutaten, die für diese Genres nur zu typisch sind. Die Beilage dagegen bietet eine Überraschung: Postrock. Oho! “Sequence The Sequence“ beginnt mit und besteht weitgehend aus schrammelnden Gitarren im Midtempo, die, wie Frontmann Fredrik Jepsen , geradezu nach dem Dancefloor schreien. Das klingt zwar nicht neu, ist aber vertraut und sitzt sofort im Ohr: Im Stakkato zuckeln die Klampfen zum stampfenden Schlagzeug, darüber krächzt der Anarchorebell (Refused lassen grüßen). Einfach aber einfach gut. Im zwölfminütigen ‚Ouvertyr’ zeigt sich die Band dann allerdings auch von ihrer melancholischen Seite. Spacerockige Synthies wabern hinter entspannten aber unablässigen Gitarrenmelodien, der dynamische Beat mutet Isis -haft sphärisch an, man darf sich zurücklehnen und die Welt um sich herum vergessen. Glücklicherweise verschonen TRAKTOR den Hörer weitgehend mit Jepsens Hardcoregeschrei, denn der wird nach spätestens dem siebten Track einfach nervig. Ansonsten sorgt die Band für punktuell eingesetzte Rhythmuswechsel und erfrischend unpoppige Dissonanzen, die an Nine Inch Nails ’ orgiastische Drogenjahre erinnern. Was bleibt zu sagen? Dass sich beim Anhören von „Sequence The Sequence“ starke Assoziationen zu anderen, bereits genannten Gruppen entwickeln, bedeutet kein Manko. Der Anfangsriff in ‚Vultures’ klingt sogar verdächtig nach ‚You Will Be Shot’ von den großen Naked City . Und dazu sagen wir: Das funzt. „Sequence The Sequence“ ist ein wunderbar leichtes Album, gerade weil die Schweden gern mal zu Dissonanz und Rhythmuswechsel greifen. Sehr kurzweilig. Bitte mehr davon. (gudi, gestromt.de)
Für die Freunde des fröhlichen Nervössein ohne Kaffeezusatz gibt es wieder einmal neue Hoffnungsträger. Die schwedischen Recken von Traktor können diese Zielgruppe möglicherweise ideal bedienen. Denn hier haben wir alle Zutaten, die man dazu braucht: ordentlich geschwinde, auch gern oft wechselnde Rhytmen, Gitarrenbediener, die pro Tag 20 Red Bulls trinken und trotzdem noch spielen können, und ein Sänger, der gerne mal zwischen Geschrei und angepissten Gesang wechselt. Post-Hardcore kann man es nennen, Screamo aber auch. Im Prinzip ist es einfach laute, moderne und agressive Punkmusik aus dem hohen Norden. Von dort wurden wir ja bis jetzt immer bestens bedient in diesem Stil. Bands wie Refused und JR Ewing haben das Genre ja wahrlich definiert. Letztere passen als Vergleich recht gut, vorallem die Werke aus ihrer Frühzeit haben sicherlich gewissen Einfluss auf ihre schwedischen Nachbaren gehabt. Aber “Sequence The Sequence” ist sicherlich kein pures Ripoff, stellt es nun schon das dritte Album von Traktor dar. Den Songstrukturen wurde diesmal ein bisschen mehr Luft beigegeben, das macht die Dynamik der Songs fesselnder und gibt dem Gemisch mehr Power. Das schön schepprige Schlagzeug und der kraftvoll-furzende Bass funktionieren in diesem Kontext auch besser als zuvor. Manische Gitarrenfrickelein wechseln sich dazu immer hübsch mit Melodien ab, die das Gebräu einiges tanzbarer machen und einen Hauch At The Drive-In hineinbringen. Dazu füllen die Lücken zwischen den Songs elektronische Spielereien und auch ein instrumentaler Ausritt (”Ouvertyr”) hat es aufs Album geschafft. Die Traktorenbuben haben alles richtig gemacht, ein herrlich unrundes Postcore-Album, das sich bestens einfügt ins Screamo/Gerumpel-Plattengestell. Gut so! //////// A new band friends of being in a jolly state of agitation without caffeine additives are pinning their hopes on. The swedish guys of Traktor maybe could easily serve this target audience, because with this band we have all the ingredients needed: straight rapid, as well as often varying rhythms, guitar players, who seem to drink 20 Energy Drinks a day, being able to play anyway & a singer, who likes to change between yelling & pissed off vocals. Basically it is loud, modern and aggressive punk from Scandinavia. Bands like Refused and JR Ewing defined the genre & the latter fit as a comparison very well. Especially the first records of JR Ewing seem to have had a huge influence on their swedish neighbours. But "Sequence The Sequence", the bands third album is certainly in no case a pure ripoff of JR Ewing. The structures of the songs got more air to breath, which make the dynamic of the songs much more fascinating & increases their power. Also the clattering drums and the fullblooded-farting bass working better together in this context than before. At the same time manic guitar riffs taking turns with cute melodies make the whole thing more danceable and bring in a little breeze of At The Drive-In. In-between the songs, some electronical gimmickry interludes are placed and also an instrumental ride ("Ouvertyr") is on the album. The band did everything right, a rough postcore diamond, that fits at best into the modern screamo-genre. Good job! (8/12 reto, pitfire.net)
Traktor is a band from Eskilstuna, Sweden, and one who is obviously well-versed in the nuances of experimental hardcore. On their 3rd full-length, "Sequence the sequence", the band combine the chaos of The Blood Brothers records and older JR Ewing with a healthy, smoldering scream immediately reminiscent of Refused. Consequently, "Sequence the Sequence" is a terribly familiar sound, one done considerably better by the band’s influences and other sporadic acts. But the intensity and ambition shown on the album is enough to warrant a few listens. (perkororecords.com)
Neues Album der schwedischen Vorzeige-Hardcoreler – feuriger New School Screamo HC zwischen Jr Ewing, Refused und Drive Like Jehu. Ein stetig hektischer Sound, es fängt an zu "frickeln". Egal, ob Math oder nicht, Traktor führen das aus, was bei oben genannten Combos zu erahnen war. Immer wieder streuen sie kleine, fiese Breaks ein, die Melodien werden unterbrochen und die Wall of Sound bricht über den Hörer hinein, ein Mathcore-Feuerwerk und zugleich ein weiteres Qualitätsrelease der Nordmänner. (flight13.com)
In Ox # 78 hatten wir bereits die CD-Version dieses Albums besprochen, erschienen auf I Made This. Nun wird via Apocaplexy (es ist die erste Veröffentlichung des neuen Labels) die blutrote Vinylversion nachgereicht, und wir zitieren uns selbst: Routiniert wie in die Jahre gekommene Mathematiker spielen TRAKTOR auf ihrem zweiten Album weiterhin mit Kommastellen, lassen oftmals alles Krumme stehen, frönen eher den Parabeln als den Geraden und haben nach knapp vierzig Minuten ohne Frage den Beweis erbracht, dass “Sequence The Sequence” in sich stimmig ist, auch wenn die einzelnen Passagen verworren und kompliziert anmuten. Jedes Instrument tut anscheinend, was es will, und es gehört eine Menge Imagination dazu, dies am Ende harmonisch und verträglich klingen zu lassen. Das Tempo haben die Krachfetischisten wieder etwas angezogen und so ist “Sequence The Sequence” ihr bisher genialstes Werk. JR EWING, REFUSED und sonstigen Stop-And-Go-Ikonen muss nicht länger nachgetrauert werden, denn Songs wie “The fix” zeigen, dass David, Georgios, Fredrik und Rickard allemal das Zeug haben, die Speerspitze der neuen Generation an Noise-Bands zu bilden. (7 Thomas Eberhardt, ox-fanzine.de)
This is like if JR Ewing was on 31G, before they went shit. Frenetic, herky jerky screamo. (sncl.collective-zine.co.uk)
Neues Album der Schweden. Und wie gewohnt gibt es wieder 1A Skandinavien-Screamo zwischen Jr Ewing, Refused und und Konsorten. Neben all dem härtenen Tönen kommen aber auch ein Paar "Indie"-Roots a la Drive Like Jehu durch. Immer wieder streuen sie kleine, fiese Breaks ein, die Melodien werden unterbrochen und die Wall of Sound bricht über den Hörer hinein, ein Mathcore-Feuerwerk! (greenhell.de)
Refused are fucking dead? Hier kommen Traktor! Zugegeben, als die Scheibe im Briefkasten lag, dachte ich zunächst "Oh Schitt, bitte nicht schon wieder die nächste Blaupausenpunkband eines Labels aus der Nähe von Stuttgart, dessen Name hinsichtlich der Releases meistens Programm ist." Weit gefehlt, stattdessen sind Traktor eine schwedische Postcoreband, die mit "Sequence the Sequence" ihre zweite Scheibe vorlegen. Diese erscheint auf dem Stockholmer Label "I made this" und bringt’s bei elf Songs auf gute 40 Minuten Spielzeit, also auch Platz für Fünf- und sogar Siebenminüter. Auf den Opener "Lesson for crimes" trifft das noch nicht zu, mit zweieinhalb Minuten, die irgendwo zwischen Screamo, Postcore und ganz viel Hektik und Geschrammel aus den Boxen preschen, erinnern Traktor ganz klar an jene Band, die einen derartigen Stil erst erfunden hat: Refused. Bingo, die Herren, die mit "The shape of punk to come" eines der radikalsten Werke der ganzen 90er vorgelegt und sich wenig später aufgelöst haben. Wer damit klarkommt, kann schon hier aufhören weiterzulesen und "Sequence the Sequence" bedenkenlos kaufen, den stilistisch stehen Traktor dem großen Vorbild in keinster Weise nach. Auch vor leichten elektischen Einflüssen scheut man sich nicht, was auf "Random close ups" und "Unknown Ceilings" zu sehr gelungenen Songs wird. Meist steht jedoch das markante, überpräsente Geschrei der beiden Sänger im Vordergrund. Der Rest ist solide dargebotene Gitarrenarbeit, wie man sie auch von eher trashlastigen Punkbands Marke "Dean Dirg" oder "The Briefs" gewohnt ist. Über all dem ganz viel "Refused" und somit alles andere als leicht zugängliche Songs, die sich beim ersten Mal hören erschließen. Vor allem die Unkonventionalität der Band dürfte zahlreiche Hörer erst mal abschrecken. Stilbrüche wie das sehr gelungene, fast schon verdächtig ruhig daherkommende Instrumental "Ouvertyr" ändern daran nichts. Selbst melancholische Anklänge am Ende von "Drawn knives and bent knees" scheinen wie mitten aus dem Nichts zu kommen, ergeben aber nach mehrmaligem Hören durchaus ein stimmiges Gesamtbild. Wer sich also auf "Sequence the Sequence" einlässt, findet ein absolut tanzbares Album, dass sich um gängige Konventionen nicht kümmern braucht und stattdessen mit großem Spaß Stile vermengt, sich mal hier, mal da bedient und all das zu einem absolut gelungenen Gesamtgefüge mischt. (vb, oivision.de)
Traktor is a band from Eskilstuna, Sweden, and one who is obviously well-versed in the nuances of experimental hardcore. On their third full-length, Sequence the Sequence, the band combine the chaos of Blood Brothers records and older JR Ewing with a healthy, smoldering scream immediately reminiscent of Refused’s Dennis Lyxzén. Consequently, Sequence the Sequence is a terribly familiar sound, one done considerably better by the band’s influences and other sporadic acts. But the intensity and ambition shown on the album is enough to warrant a few listens. "Lessons for Crimes" jumps off the A Side immediately with an introduction showing no restraint; a jumping bassline gives way to vocalist/guitarist David Deravian’s familiar delivery, but that sort of surprise doesn’t really bubble up again. The band know jagged chords. They know frenetic stop-starts. But they don’t quite know how and when to utilize them to their fullest potential. Perhaps what else is holding Sequence back is its all-too-mild take on dynamism. Music this frantic and angular needs greater lows and highs, and Traktor unfortunately seem to lack in that department. The instrumental interlude that ends Side A is a winding, quieter affair that seems to try and address this problem (as does a certain electronic flittering part on Side B, seemingly during the end of "Unknown Ceilings"), but it’s not quite enough. The record isn’t entirely memorable either, as interesting as it ultimately seems in the moment. We’ve heard Sequence the Sequence done better, but that’s not to dismiss it completely. Regardless of its limitations and its far standing from burning piano islands and shapes of punk to come, this is a very cool and consistently caustic affair. (punknews.org)
Traktor är ett svensk punk/hardcore band från Eskilstuna, Sverige. Jag har aldrig hört talas om dem tills jag fick denna vinyl Sequence The Sequence. Det första vibbarna jag får från dem är att de är som en mix mellan banden Grace will fall och The farewell party. Det är också det där lilla rockiga ljudet som gör det ännu mer speciellt, vilket jag totalt gillar. Skivan är lätt komma in i,det mesta är "punch in the face" som är riktigt nice. De experimenterar med ljudet en del också vilket är helt schysst, mycket lek i vissa låtar, men det går överstyr när det är i slutet av någon låt bara en massa oljud och man känner vad fan är det här? De vill också krångla till låtarna med konstiga takter och liknande, det liknar skatepunk bandet From the tracks. jag har fastnat för en del sånt, och det visar att de verkligen kan spela musik i sitt esse. Våld frustration. två nyckel ord. så vill jag beskriva denna skiva. Men det som drar ner skivan är just det att det är oljud som man bara irriterar sig på. Min favorit låt är The Return Of Mr. Point His Finger. (9/10, www.myspace.com/earsandeyesfanzine)
Ah, our second vinyl review ever, this time a 12" red vinyl version of "Sequence The Sequence" by Traktor from Eskilstuna, a small town outside Stockholm, Sweden, who play screamo/post-hardcore clearly influenced by their fellow countrymen Refused. Similarities can also be found with the styles and sounds of bands like JR Ewing, Kaospilot, and even Funeral Diner to some extent, in that the ‘original screamo and post-hardcore’ element is prevalent in the band’s music throughout. Much like other releases by Apocaplexy Records, "Sequence The Sequence" is only going to appeal to a small niche given its vinyl release. There’s an experimental feel to the band’s music, a will to stray outside the generic post-hardcore formula into echoing soundscapes and strange guitar effects. That’s what makes Traktor stand out from their genre cloud, but at the same time there’s still an imminent feel that the album as a whole isn’t as memorable as one would’ve hoped. It falls perfectly into the "great to listen to, but won’t remember the next day" category, because there are plenty of great moments scattered across the record. "Random Close-Ups", for instance, sort of reminds me of early Thursday instrumentally – if said band was on steroids and speed and had listened to loads and loads of Refused when they were growing up. The band’s big desire for experimentation is perhaps best seen on the seven and a half minute mammoth "Ouvertyr", which functions as a sort of an interlude between the explosive screamo packages on both sides of the track. It takes use of extensive repetitive instrumental passages to forge a hypnotic tempo (have they taken cues from Meshuggah, also from Sweden?) that creates a very specific atmosphere: one just on the verge of chaos. It suits nicely both as a break from the earlier chaotic expression and as a prelude to the heavily Refused-inspired "Drawn Knives And Bent Knees". The instrumental thematics throughout the record stay the same. The guitars feature frantic, high-pitched stop-start sequences with a love for intermittent melody, the drums merely serve as a rhythmic device, and the bass-lines are funky and experimental. In other words, Refused’s tried-and-tested working formula; it kind of makes me question the fact whether Refused really Are Fucking Dead? Jokes aside. In its essence, Traktor provide at least some closure to everyone still kind of shook up from the Refused break up over a decade ago. Maybe they’re not quite as good, but still an altogether decent effort. For the fans of: Refused, JR Ewing, Funeral Diner (6½, rockfreaks.net)
September 17, 2008 um 8:03
wwwwwwwwwwwwwwwwwwwow. krass. an wieviele papier- und E-zines hast du denn die platte geschickt?! beeindruckt.
September 24, 2008 um 5:34
dafür hat zumeist die CD Version gesorgt….